Gutmenschen

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Definition: ein Begriff, der zur Verunglimpfung gutwilliger und kooperativer Menschen dient

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Ursprüngliche Erstellung: 26.03.2016; letzte Änderung: 28.08.2016

In gewissen Kreisen werden Menschen, die sich für kooperative Ansätze einsetzen, gerne als Gutmenschen verächtlich gemacht. In aller Regel wird hierbei nicht erläutert, was genau daran kritisiert werden könnte, weswegen man hierüber nur spekulieren kann:

Jedenfalls wird mit dem Gebrauch des Worts “Gutmensch” deutlich gemacht, dass man Aversionen gegen solche Menschen empfindet – sie und ihre Forderungen oder schon ihr Beispiel sind einem unangenehm. Dies vielleicht, weil man fürchtet, mit zu hohen Anforderungen konfrontiert zu werden oder neben solchen Menschen als zweitklassig zu erscheinen. Darin steckt keinerlei Argument und somit auch keine Basis zum Dialog.

Die Ablehnung des Gutmenschentums geht normalerweise einher mit der Ablehnung von Idealismus, einer Abneigung gegen “politische Korrektheit” (die beispielsweise rassistisches Gedankengut ächtet), einer eingeschränkten Bereitschaft zur Mitmenschlichkeit und einer allgemeinen Skepsis gegenüber der Möglichkeit von Kooperation.

Siehe auch: Kooperation, Willkommenskultur