Unsere Grundsätze

Die Grundsätze, die wir bei der Arbeit an diesem Projekt beachten wollen, erläutern wir im Folgenden:

Fakten müssen stimmen, und Ausgewogenheit ist Pflicht.

Natürlich bemühen wir uns um eine sachlich korrekte Darstellung. Trotzdem kann nie mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass wir in einzelnen Punkten im Irrtum sind, dass sich Sachverhalte aufgrund neuerer Entwicklungen geändert haben oder dass wir wichtige zusätzliche Fakten übersehen. Wir sind aber bemüht, jegliche Fehler baldmöglichst zu entdecken und dann umgehend zu korrigieren.

Schwieriger ist das Streben nach Ausgewogenheit, da es hierfür kaum klare und objektive Maßstäbe gibt. Jedenfalls ist uns aber klar, dass es sinnlos wäre, etwa die Darstellung von Fakten auf das einzuschränken, was einer bestimmten vorgegebenen Sichtweise entspräche. Schließlich hoffen wir, dass unsere Beiträge als ein ehrlicher und nützlicher Versuch erkannt werden, zur Bewältigung einer Krise im Sinne des Gemeinwohls (siehe unten) beizutragen.

Wir suchen Lösungen.

Es gibt im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise vielfältige Probleme, Sorgen und Ängste. Uns liegt daran, zur Lösung von Problemen beizutragen und damit auch zur Stabilität unserer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen.

Eine Patentlösung für jedes Problem hat niemand – auch wenn manche so tun.

Ganz ehrlich: In manchen Bereichen können wir bisher nicht erkennen, was genau die bestmögliche Antwort auf bestimmte Probleme wäre. Beispielsweise sind wir uns durchaus bewusst, dass die Möglichkeiten beispielsweise Deutschlands zur Hilfe nicht grenzenlos sind, und sehen andererseits, dass bestimmte Probleme unbedingt gelöst werden müssen – auch in unserem eigenen Interesse. Hier müssen wir eben weiter suchen und derweil kleinere Schritte verfolgen, die uns immerhin in die richtige Richtung bringen, also etwa Not lindern, Konflikte abbauen und den Zusammenhalt stärken. Auf keinen Fall darf ein Gefühl der Überforderung Anlass dafür sein, Pseudo-Lösungen zu vertreten, die mehr Schaden als Nutzen bringen.

Sorgen und Ängste sind mit Sorgfalt zu behandeln.

Grundsätzlich sind Sorgen und Ängste ernst zu nehmen. Viele Konflikte resultieren aus nicht bewältigten Ängsten, und andererseits brauchen wir Sorgen und Ängste oft, um den nötigen Antrieb zur Erkennung und Lösung von Problemen zu erhalten.

Was sind reale Gefahren, die man tatkräftig angehen muss, und was sind übertriebene Ängste?

Zunächst einmal muss sorgfältig geprüft werden, inwieweit reale Gefahren bestehen – wobei zu berücksichtigen ist, dass die subjektive Einschätzung von Gefahren durch eine Person verständlicherweise sehr von der Situation abhängen kann, in der sie sich befindet. In manchen Fällen muss es dann um Lösungen für die realen Probleme gehen, in anderen eher um eine geistige Beschäftigung mit Gedanken und Gefühlen, etwa um eine ausgewogenere Perspektive als Grundlage für einen fairen Interessenausgleich zu finden und übertriebene Ängste als solche erkennen zu können.

Vorsicht: Die größten Gefahren werden häufig übersehen, wenn man sich zu sehr auf kleinere fixiert!

Übrigens ist es auch gefährlich, sich mit starrem Blick auf bestimmte Sorgen und Ängste zu fixieren und womöglich größere Gefahren dabei gar nicht mehr zu wahrzunehmen. Beispielsweise werden bei Diskussionen über die Flüchtlingsproblematik häufig einerseits recht überschaubare Gefahren breit diskutiert (etwa dass vereinzelt Ladendiebstähle zugenommen hätten), während andererseits die für uns am Ende womöglich existenzbedrohende Gefahr übersehen wird, dass die Kooperation in Europa im Zuge einer nationalistischen Welle zusammenbrechen könnte.

Wir müssen die Augen offen halten.

Wir bemühen uns, eine verengte Perspektive zu vermeiden.

Einerseits müssen wir natürlich sehen, was vor unserer Haustür geschieht, und gerade in diesem Fall haben wir häufig auch am ehesten die Möglichkeit, etwas zu Problemlösungen beizutragen.

Andererseits ist es aus vielerlei Gründen auch wichtig, sich einen weiter reichenden Horizont zu erarbeiten. Beispielsweise liegen die Fluchtursachen außerhalb unseres Lebensbereichs und sind trotzdem oft ein ganzes Stück weit z. B. durch die Politik unserer Regierungen beeinflussbar. Außerdem müssen wir im Auge behalten, welche Auswirkungen unsere Haltung gegenüber den Flüchtlingen anderswo haben.

Wir bringen sowohl lokale Informationen als auch allgemeine Gedanken zum Thema.

Deswegen haben wir uns entschlossen, auf dieser Website einerseits die lokale Situation zu behandeln (im Wesentlichen auf den Schwarzwald-Baar-Kreis beschränkt, v. a. die Gegend von Villingen-Schwenningen, Bad Dürrheim und Donaueschingen) und andererseits auch viele Gedanken vorzustellen, die sich nicht auf die lokale Situation beziehen.

Wir orientieren uns am Gemeinwohl.

Wir genießen die Freiheit, Positionen ohne Vorgaben von außen zu beurteilen.

Wir sind in keiner Weise etwa parteipolitisch oder konfessionell gebunden. Wir genießen die Freiheit, Positionen ohne Vorgaben von außen danach zu beurteilen, inwieweit wir sie als begründet, gerechtfertigt und hilfreich erkennen können. Das heißt freilich nicht, dass wir unpolitisch wären: Man kann Probleme mit eminent politischem Hintergrund nicht ernsthaft angehen, ohne sich mit politischen Aspekten zu befassen. Die Stabilität und das Funktionieren unseres politischen Systems (Bundesländer, Bundesrepublik, EU) so gut wie möglich zu bewahren, ist für unsere Zukunft von entscheidender Bedeutung. Ebenso wenig sind wir Weltanschauungen gegenüber gleichgültig, nachdem auch die geistige Verfassung der Bevölkerung für das Zusammenleben und unsere Zukunft essenziell sind.

Wir wollen Wohlstand bewahren – wofür auch die Erhaltung des sozialen Friedens essenziell ist.

Wie wohl die meisten möchten wir unseren Wohlstand natürlich nach Möglichkeit erhalten. Andererseits kann es uns nicht unberührt lassen, dass vielerorts große Not herrscht. Allein schon die Bewahrung des sozialen Friedens erfordert es, einen einigermaßen fairen Ausgleich zu finden, weil sonst sehr viel zerstört würde, was auch uns großen Schaden verursachen würde. Wir müssen immer wieder von Neuem prüfen, was wir dazu beitragen können, auf möglichst effektive Weise Not zu lindern und Konflikte unter Kontrolle zu bekommen. Ein Ansatz unter mehreren ist für uns das private Engagement für diese Website.